Wohnungsbrand in Starbach 5.11.2016


Leichter Rauch ist in einem Hof in Starbach zu sehen. Die alarmierte Feuerwehr soll dies Prüfen. An der Einsatzstelle angekommen ist straßenseitig nichts zu erkennen. Auch Brandrauch liegt nicht in der Luft. Hofseitig erkennt man bei genauem Hinschauen leichten, weißen Rauch am Dach – es wird sofort ein Löschfahrzeug nachgefordert.

Die betreffende Wohnung liegt im ersten Obergeschoss. Fenster und Haustür sind geschlossen und verriegelt. Auf klopfen und Rufe hört niemand. Mit der Steckleiter wird in die Fenster geschaut, parallel die Löschwasserversorgung aufgebaut. Von der Leiter kann man nicht in die Fenster schauen. Zu schmutzig sind diese. Es wird jedoch Rauch vermutet. Ein weiteres Löschfahrzeug wird nachgefordert.

Der Angriffstrupp öffnet die Haustür. Dichter Brandrauch liegt im Flur. Drei Zimmer der Wohnung werden durchsucht, keine Person gefunden. Beim Öffnen des vierten Zimmers zünden die Rauchgase durch,  diese Rauchgasexplosion setzt schlagartig den gesamten, stark erhitzten Raum in Brand. Die Flammen zerschlagen hofseitig die Scheiben, eine meterlange Stichflamme schlägt hinaus und droht in den Dachstuhl überzuschlagen – Großalarm wird gegeben, weitere Feuerwehren mit Drehleiter rücken nach.

Riegelstellungen verhindern die Ausbreitung ins Dach. Straßen- und hofseitig positionierte Trupps schlagen die Flammen und heißen Rauchgase nieder. Mit der Wärmebildkamera durchsucht der dritte Angriffstrupp (nun Kameraden aus Nossen) die Wohnung. Vier von fünf Zimmern sind frei, keine Person konnte gefunden werden. Im Raum vier bestätigten sich die Meldungen des zweiten Angriffstrupps: „Decke und Fußboden eingebroch, kein Vorgehen möglich“.

Hofseitig wird die Drehleiter in Stellung gebracht. Die Männer im Korb decken das Dach über der Brandwohnung selektiv ab. Nur ein Dachsparren ist von den Flamme angeschlagen. Er wird abgelöscht. In der leerstehenden Nebenwohnung werden Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung in der Zwischendecke zu verhindern. Der Fußboden wird geöffnet, die betroffenen Deckenbalken gekühlt.

Als das Feuer im Brandraum unter Kontrolle gebracht wurde, entdeckten die Trupps den verstorbenen Bewohner. Er fiel mutmaßlich bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr dem Brandrauch zum Opfer, die Polizei hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen. Er wurde von ausgewählten Kameraden geborgen und dem Bestattungsdienst übergeben.

Am frühen Nachmittag konnte ein Großteil der Kräfte die Einsatzstelle verlassen. Die Kräfte aus Starbach und Raußlitz, später unterstützt von Leuben-Schleinitzer und Gleisberger Kameraden übernahmen bis in die Abendstunden die Nachlöscharbeiten. Da das Feuer in die Zwischendecke unter der Wohnung gelangt ist, flammte ein Deckenbalken immer wieder auf und musste langwierig abgelöscht werden.

Für die Kameraden aus Starbach endete der Einsatz am Sonntag den 6. November, nach dem über Nacht immer wieder nachkontrolliert wurde und letztlich alle Gerätschaften gereinigt und wieder auf dem Fahrzeug verlastet waren.

Feuerwehren: OW Starbach, OW Raußlitz, OW Nossen, OW Ziegenhain, FF Roßwein

Nachforderung PA-Träger: OW Deutschenbora, OW Wendischbora-Ilkendorf, OW Heynitz

Nachforderung Nachlöscharbeiten: OW Leuben-Schleinitz, FF Gleisberg

Einsatz Nummer 32; 05.10.2016; 9:04 Uhr